Overnight Sailing am Great Barrier Reef

Sonnenaufgang auf dem Meer... was für ein Erlebnis! Die Nacht haben wir auf offenem Meer verbracht, direkt am Great Barrier Reef.  Es ist fantastisch,  auf dem Meer zu sein.  Zu viert hatten wir die Bugkabine, klassisch eng, aber ein Erlebnis! 
Zwei ganze Tage verbringen wir auf dem Boot und fahren Teile des Reefs ab. Das Segelboot ist angenehm klein. Es passen zwölf Passagiere und drei Crewmitglieder drauf. Die acht anderen Passagiere sind Franzosen. Die Crew besteht aus jungen Tauchbegeisterten, die den Job teilweise als Interimjob machen. Unser Skipper ist eine sehr patente Frau, deren Leidenschaft die See ist.
Das Schnorcheln war zuerst ungewohnt. Gestern waren wir zweimal,  heute direkt nach dem Aufstehen und später nochmal. Man sieht fantastisch bunte Fische und schöne bunte Korrallen. Wir hätten auch Tauchen ausprobieren können,  haben darauf aber verzichtet.  Das würde ich lieber in Ruhe an einem Pool lernen...
Die Kinder machen toll mit, es macht Spaß mit ihnen! In allen Kleinigkeiten zeigt sich immer wieder, wie gut es ist, dass sie schon viel selbst machen und auch einiges an Reisestress ertragen. Ich möchte mir so einen Segeltörn nicht mit kleineren Kindern vorstellen.
Es ist eigentlich immer fast alles nass an Deck, aber so ist das halt bei Wind an der See. Dafür ist es nicht kalt. Und es gibt immer trockene Plätze unten drinnen oder bei der Skipperin. Sicher wären schnell trocknende Sportklamotten sehr nützlich, oder auch leichte Regenkleidung.
Wir haben sogar Netz! Die 12GB Datenkarte, die ich gekauft habe, nutzen wir in einem alten Handy, das dann ein WLAN für uns vier aufspannt. Das funktioniert sehr gut.
Die letzten zwei Stunden haben wir die Segel gehisst und haben im wilden Wellenritt Weg gemacht! Was für ein Abenteuer, bei Windstärke 20! Die Kinder haben das zum Glück verschlafen..... einige der anderen wurden beinah seekrank.  Aber es war ein cooler Ritt!
Hier das Video auf Instagram: https://www.instagram.com/p/BX6ap94lW3N/
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Fliegen mit Kids


Australien ist verdammt weit weg. Zwei volle Nächte Anreise verlangen schon Einiges. Ein Glück fällt es Kids im (Fast) Teenageralter nicht schwer, die Nächte durchzumachen und dafür in den Tag hineinzuschlafen. Wir haben die anstrengende Anreise gut gemeistert, und tatsächlich alle eine komplette Nacht durchgeschlafen. Obwohl die acht Stunden Zeitverschiebung eigentlich die Nacht zum Tag machen.
Das Fliegen war schon eng und unbequem... zum Glück hatten wir eine Sitzreihe für uns, so dass wir die Füße, Beine und Köpfe übereinander stapeln konnten. Und das üppige Entertainmentprogramm, das schon eher einen Reizüberfluß verursacht. Der erste Flug im A380 der Lufthansa war ruhig und unspektakulär. Der zweit, kurze Nachtflug mit Cathay Pacific war etwas holprig, und vom Service etwas dünn. Dafür gab es Netflixserien zu schauen. Auch wenn 'Orange is the new black' meiner chinesischen Sitznachbarin  die Schamesröte ins Gesicht schlug.
Es ist auf jeden Fall angenehm mit größeren Kndern diese lange Reise zu machen. Sie wissen, worum es geht und halten wirklich viel aus. Und sofern eine Zeit des Chillens folgt, kommen auch alle wieder auf die Spur und sind bereit für neue Aktivitäten.

Hongkong DELITE


Hongkong ist eine Stadt der Wolkenkratzer. Im August ist Regenzeit, es ist feucht und warm. Solange man sich nicht bewegt,  ist es das totale Chillout Wetter. Mit zwei Teenagern und drei Koffern kommt der Kreislauf jedoch schnell an seine Grenzen. Erlösend ist eine Hafenrundfahrt im 69 Jahre alten Fischerkahn.... man fühlt sich gleich wie auf dem lsselmeer mit 16.
Der Aufenthalt in einer der zahlreichen klimatisierten Shoppingmalls dient ebenfalls der Entspannung.... auch wenn der 2stockige Apple Store gleich wieder neues Begehren weckt. 

Das Tollste war das Hotelzimmer im elften Stock, mit feisten Hafenblick. Ein Tipp der Marco Polo Redaktion,  das YMCA Salisbury. Wir kamen in den Genuss eines kostenloses Upgrades und hatten das Familienzimmer mit unverbautem Skylineblick. Ein absolutes HIGHLIGHT.

Ein weiteres Highlight war das Strassenessen auf dem Night Market. Auch wenn die Hygiene offen auf der Straße betrieben....bzw. vernachlässigt wurde, schmeckte das Essen köstlich und war authentisch chinesisch.
Der Markt besteht überwiegend aus Nachgemachtem und Krimskrams. Nett durchzulaufen ist er,  und die Wahrsager in ihren Zelten am Ende des Marktes wirken so ein bisschen wie die Straßenfensterdamen in Amsterdam....

Die Fahrt hoch zum Peak, dem klassischen Ausblicksort hoch auf dem Hügel, ist wirklich nur zu empfehlen, wenn die Wolken nicht so tief hängen. Es gibt sonst nur eine Videoleinwand, die zeigt, was man bei klarem Himmel sehen könnte.....  und die kleine Shoppingmall ist allein nicht den Ausflug wert.  Die Fahrt mit dem 15er Bus hoch und mit der Zahnradbahn runter ist eine gelungene Kombination. Man sieht hoch die vielen turmhohen Trabanten und vermeidet die ewig lange Warteschlange unten an der Zahnradbahn. 

Die Menschen in Hongkong sind nicht sonderlich sympathisch..... aber da ich dass schon in YouTube Tutorials lernen musste, hat es mich nicht verwundert. 

Es ist schade, dass es so wenig Altes gibt in Hongkong.  Die Shoppingmöglichkeiten scheinen zwar unendlich. Das schlichte Genießen von alten Steinen und schönen Umgebungen  erfährt seine Grenzen in einer trubeligen, lauten,  heissschwülen und teilweisen strengriechenden postmodernen Umgebung. Und auch die vielen teuren Autos und Marken bleiben vom Eindruck her eher oberflächlich.

Da denk ich am liebsten an die Zeit auf dem Wasser. Der Wind und die Wellen, das knirschende alte Holz und die schwerhängenden Segel schenken ein Gefühl der Freiheit und Unabhängigkeit in dieser bunten Konsumwelt.
http://aqualuna.com.hk 

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